Ausstellungen ab April 2022

Das Stelenfeld - Appell für den Frieden

(gemeinsam mit zahlreichen anderen Künstler*innen)

 

14. Mai 2022,

neben der Bezirksbibliothek Rheinhausen,

Duisburg

 

 

Gegen Krieg + Gewalt (Teil 2)

(gemeinsam mit anderen Künstler*innen aus Duisburg)

 

ab 17. Juni 2022 für 2 Monate,

DU/Art Galerie, Duisburg

 

Ausstellung "Gegen Krieg + Gewalt" (Teil 2) ab 17. Juni 2022

Mit diesen beiden Bildern aus dem Zyklus "Der weite Weg" bin im 2. Teil der Ausstellung vertreten.

Das Stelenfeld - Appell für den Frieden am 14. Mai 2022

Am 8. Mai 2021 setzten zahlreiche Duisburger Künster*innen anlässlich des Jahrestages der Befreiung vom Hitler-Faschismus auf einer Wiese am König-Heinrich-Platz ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben ohne Hass, Hetze und Gewalt.

Sie stellten 60 Holzstelen gleicher Größe - jedoch in sehr unterschiedlicher künstlerischer Gestaltung - auf, als Anregung sich Gedanken zu machen: Worin besteht das Glück, in einer Zeit und an einem Ort ohne Krieg zu leben? Was habe wir aus dieser Chance eines Neuanfangs gemacht? Was ist gut? Was soll sich ändern? Was ist (schon wieder) bedroht?

 

Zur Aktion am 8. Mai 2021 habe ich geschrieben: "Auch ich habe mich mit einer Stele an dieser Aktion beteiligt. Bei der Gestaltung der Stele habe ich mich gegen die Verwendung bekannter politische Symbole und Texte entschieden. Vielmehr habe ich die Stele mit hellen, leuchtenden Farben bemalt, die ineinander übergehen. Dies steht für eine optimistische Lebenseinstellung und soll symbolisieren, dass sich Deutschland aus der braunen Nazi-Vergangenheit heraus bis zur Gegenwart zu einer vielfältigen bunten, hellen und offenen Gesellschaft entwickelt und die Chance zum Neuanfang und zur Weiterentwicklung genutzt hat - und die Hoffnung ausdrücken, dass sich diese Entwicklung in der Zukunft fortsetzen wird."

Heute befinden wir uns in einer gänzlich anderen Situation. Die Organisatoren habe einen Pressetext verfasst, auf den ich verweise. Mit meiner Stele nehme ich auch an dieser Aktion teil. Die hellen, leuchtenden Farben, die ineinander übergehen, stehen hier für ein friedliches Miteinander über alle Unterschiede hinweg.

Pressetext:

Auf einmal ist der Krieg so nah

Duisburger Künstlerinnen und Künstler gratulieren der Bezirksbibliothek Rheinhausen zu ihrem Jubiläum. Sie stellen aus diesem Anlass am 14. Mai 2022 von 10 - 16 Uhr das Stelenprojekt als vielfarbigen Appell für den Frieden gut sichtbar hinter dem Büchereigebäude auf einer Wiese aus. Ursprünglich 2020 anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung zum Ende des 2. Weltkrieges und als Mahnmal für den Frieden geschaffen, hat dieses Gemeinschaftskunstwerk im Bewusstsein der furchtbaren Geschehnisse in der Ukraine angesichts des durch nichts zu rechtfertigenden Angriffskrieges Wladimir Putins nun eine ganz neue, schwerwiegende Bedeutung bekommen.

Bei dieser Aktion denken wir an all die Menschen, deren Leben, Existenz und eben auch Kultur gerade zerstört werden. Aber auch an all diejenigen, die durch ein tyrannisches System dumm gehalten oder an der freien Meinungsäußerung gehindert werden.

Jede/r von uns stellt mit der Aufstellung der eigenen Stele den eigenen Standpunkt - künstlerisch, gesellschaftlich, politisch - zum Thema Krieg, Befreiung, Frieden klar. Auch wenn die Gestaltung sich in einigen Fällen explizit auf das Ende des 2. Weltkriegs beziehen mag, gibt es bei allen Beteiligten Gedanken zu den schrecklichen Parallelen und auch dazu, welche Schritte nun nötig wären, um eine Situation zu beenden, von der wir alle dachten, nie wieder hineinzugeraten - waren doch die kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten Jahrzehnte zwar nicht weniger grausam, so doch gefühlt ausreichend weit weg, so makaber das klingt. Uns allen gemeinsam ist der Wunsch, dass der Krieg sofort beendet wird und dass nicht noch mehr Menschen sterben müssen.

 

Wir wissen die erfreulichen Bedingungen, die wir hier in jeder Hinsicht haben, sehr zu schätzen - besonders auch in der Freiheit kultureller und künstlerischer Arbeit.Die Stelen stehen in Rheinhausen als Aufruf zu mehr Mut und Engagement für friedliches Zusammenleben und für eine neue Schwerpunktsetzung weg von wirtschaftlichen Interessen hin zu einer lebenswerten und sicheren Welt für ALLE.